
Schwäbische Türkei - Baranja Donauschwaben in Baranja
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Jonny
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 14.07.2010
Beiträge: 90
Wohnort: 75056 Sulzfeld

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Verfasst am: 19.02.2011 19:44 Titel:
Alte Heimat-Neue Heimat
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Vertreibung und Neuanfang
Erinnerungen eines Vertriebenen, der vor 66 Jahre in den Kraichgau kam.
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Jonny
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 14.07.2010
Beiträge: 90
Wohnort: 75056 Sulzfeld

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Verfasst am: 19.02.2011 19:47 Titel:
(Kein Titel)
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Zuletzt bearbeitet von Jonny am 19.02.2011 19:51, insgesamt einmal bearbeitet
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Verfasst am: 19.02.2011 19:47 Titel:
Re:
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Jonny
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 14.07.2010
Beiträge: 90
Wohnort: 75056 Sulzfeld

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Verfasst am: 19.02.2011 19:50 Titel:
(Kein Titel)
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Knezevo
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 18.03.2011
Beiträge: 5

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Verfasst am: 29.03.2011 19:30 Titel:
Kisfalud
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Hallo Jonny,
du schreibst, dass in Kisfalud (gibt es da auch einen serbischen Namen?) über 600 Deutsche lebten. Bei der Flucht 1944 sind aber mit dir nur ca. 50 mitgeflohen. Was ist mit den anderen passiert?
Servus
Helmut
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moli Site Admin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.06.2010
Beiträge: 1323
Wohnort: Bad Tölz

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Verfasst am: 30.03.2011 18:52 Titel:
(Kein Titel)
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Verfasser: Mathias Volk Quelle: Heimatbuch
Als sich die Kriegswolken Ende März 1941 über dem Politischen Horizont zusammenzogen, hatten wir uns Gedanken gemacht, was im Falle eines Krieges mit uns Deutschen geschehen würde. Da wir 4 km von der ungarischen Grenze entfernt waren und die Verteidigungslinie der jugoslawischen Armee hinter unserem Heimatort verlief, hatten sich die Serben und Romas dank des Eingreifens der Behörden, Lehrer Stivic und Notar Dajic, verhältnissmäßig ruhig verhalten. Ihnen war es zu verdanken, daß es zu keinen blutigen Ausschreitungen gegen die deutsche Bevölkerung kam. Daher hatten wir auch keine Mißhandlungen und Gewaltakte zu beklagen. Es waren fast sämtliche wehrfähigen Männer, Deutsche und Serben (ausgenommen die Standdiener und die Reserveoffiziere) zum Zeitpunkt des Balkanfeldzuges im Heimatort.
Zwar blieb unsere Heimatgemeinde zunächst verschohnt, doch zeichnete sich im Hintergrund das Wetterleuchten des heraufziehenden Krieges ab.
Branjina wurde am 12. April 1941 durch die ungarische Honved ohne Kampfhandlungen besetzt. Nach dem Einmarsch der Honved wurde die Gemeindeverwaltung vorläufig der dort lebenden Deutschen übergeben. Anfang Mai kamen die Ungarn mit ihrem Notar Debreceny, der die Gemeindeverwaltung mit den Deutschen dann endgültig übernahm. Die Ungarn hatten sich im Laufe des Monats Juni und Juli 1941 schwere Übergriffe gegenüber der slawischen Bevölkerung und besonders gegen die Romas zuschulden kommen lassen. Man hat versucht, die deutsche Volksgruppe daran zu beteiligen, was aber grundsätzlich von dem Obmann der Volksgruppe abgelehnt wurde.
Als im Herbst 1944 die Front immer rückte, wurde eine planmäßige Evakuierung vorbereitet und auch durchgeführt. Branjina bestand im Zeitpunkt der Evakuierung und Flucht aus Frauen, Kindern und alten Menschen. Die Evakuierung fand am 14./15. und 17. November 1944 mit der Eisenbahn statt. Die Transporte gingen nach Eisenerz/Steiermark, Erfurt/Thüringen und Schüttenhofen/CSSR. 8 Familiensind mit dem Pferdefuhrwerk nach Schlesien geflüchtet, von dort 1945 wieder zurück in die CSSR. Evakuiert und geflüchtet sind ca. 408 Personen.
Der Rest war beim Militär. Während der Kampfhandlungen hatten sich die Zurückgebliebenen in den Weinbergen versteckt.
Aber schon Ende November 1944 ereilte auch diese Zurückgebliebenen das Schicksal. Als die Partisanen im November die Herrschaft übernahmen, wurden sie in Lagern zusammengetrieben und somit dem Hungertod ausgeliefert. Die paar Arbeitsfähigen wurden auf den umliegenden Staatsgütern als Arbeitssklaven eingesetzt. Die alten und die Arbeitsunfähigen kamen in das Lager Gakovo. Die Gewaltherrschaft der Partisanen äussern sich in: Mißhandlungen, Plünderungen, Vergewaltigungen usw. Erschossen wurden von den Partisanen: Nikolaus Pfaff, Eva Prendl, Katharina Minnich und Anton Mayer.
Gestorben an MIßhandlungen der Partisanen der Partisanen sind Franz Lösching und Anton Rock. Zur Zwangsarbeit nach Rußland wurde von Branjina niemand verschlept. Die evakuierten Landsleute aus Branjina befanden sich zum Zeitpunkt der Kapitulation in Eisenerz/Steiermark, Thüringen, Mecklenburg und in der CSSR.
Die Gruppe in Eisenerz wurde von der Russen, mit Hilfe der Österreicher, in Waggons verladen und zwangsweise nach Jugoslawien zurücktransportiert. Am 13. Juni 1945 ist der Transport in Beli Manastir, wo sich ein großes Arbeitslager befand, angekommen.
Man hatte ihnen alles abgenommen und die Männer einem strengen Verhör unterzogen. Die Arbeitsfähigen hat man gesondert in verschiedene Arbeitslager in der Baranja verteilt. Die Alten mit den Kindern und die Arbeitsunfähigen wurden nach Gakovo getrieben, wo es ein Wiedersehen mit den noch lebenden zurückgebliebenen Angehörigen gab. Im November 1945 begann die große Flucht aus dem Lager Gakovo, wo ca. 130 Menschen aus Branjina interniert waren, nach Ungarn. In Ungarn haben sich kleine Gruppen gesammelt; diese sind durch das Ungarische Rote Kreuz nach Westdeutschland abtransportiert worden. 1945/1946 lebten noch vier Familien im Heimatort Branjina.
Bei den planmäßig durchgeführten Vernichtungsmaßnahmen gegen die deutsche Minderheit sind aus Branjina insgesamt 86 Personen in den verschiedenen Internierungslagern umgekommen.
Quelle: Leidensweg der Deutschen im Kommunistischen Jugoslawien 1944-1948
S: 641/642
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Verfasst am: 30.03.2011 18:52 Titel:
Re:
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